Mit Verwunderung und Unverständnis reagiert der SPD-Landtagsabgeordnete Uwe Leuchtenberg, auf die Ablehnung durch die schwarz-gelbe Landesregierung des von der SPD-Landtagsfraktion eingebrachten Antrags zur Weiterentwicklung der Berufskollegs in NRW. Hiervon ist auch die Institution in Kempen betroffen.
Schwarz-gelbe Landesregierung will Berufskollegs in NRW nicht weiterentwickeln
Schule und Bildung
Inhalt des Antrags ist die Anpassung der Kollegs an die sich veränderten Bedürfnisse. "Fakt ist, dass die Berufskollegs die größte Schulform der Sekundarstufe II sind", so der Abgeordnete. Weiterhin dürfe man nicht vergessen, dass sie 40% aller Hochschulzugangsberechtigungen und sogar 80% für die Fachhochschulen vergeben. Das sei Grund genug, intensiv über die in dem Antrag genannten Kriterien zu diskutieren.
Als Beispiel führt Leuchtenberg das unzureichende Ausbildungsangebot der Wirtschaft an. "Hier ist es doch so, dass die Berufskollegs quasi Ausfallbürge der Wirtschaft sind, weil sie ständig mehr junge Menschen aufnehmen müssen, die in der Wirtschaft leider keinen Ausbildungsplatz finden", so Leuchtenberg weiter. Er führt die Ablehnung darauf zu zurück, dass die sehr erfolgreiche Konzipierung und Einführung der Berufskollegs 1998 unter der sozialdemokratischen Regierung stattfand.
